Hier zeige ich Euch ein paar Bilder vom Herstellungsvorgang.

Ich verwende für die Grundformen große Gips-Gießformen, aus denen ich meine Formen weitergestalte und dann die kleinen Details draufmodelliere. Auch manche kleinen Figuren entstammen solchen Gießformen, wie z.B. das schlafende Kätzchen, die kleine Eule auf dem Dach oder andere Tierchen. Blümchen und Blätter mache ich mit Silikon-Eindrückformen und Ausstechern, die beide eigentlich für die Verarbeitung von Rollfondant in der Küche (z.B. zum Verzieren von Torten) gedacht sind. 

Entstehung eines Elfenhäuschens:

Nach ca 1 - 2 Wochen Trockenzeit sind die Werkstücke extrem zerbrechlich. Den Halt bekommt das Material erst durch das sogenannte Sintern.  Dafür werden sie bei 900°C im Brennofen gebacken, wobei sich die Partikel des Materials verdichten. Man nennt das den Schrühbrand. Nun sind die Teilchen stabil und ich muss sie nicht mehr wie rohe Eier herumbalancieren.

 

  

Im nächsten Schritt werden sie mit Glasurpaste bestrichen. Beim Auftrag kann man noch nicht sehen, welche Farbe daraus einmal werden soll und oft machen die Glasuren auch einfach, was sie wollen. Denn in einem zweiten Brand bei 1060 - 1120°C schmilzt die Farbpaste zu einer glänzenden glasartigen Schicht und ist fortan wasserfest. 

 

So ein keramischer Brand dauert seine Zeit. Je langsamer man den Brennofen hoch heizt, desto sicherer ist man, dass alles heile bleibt. Von Aufheizen bis Abkühlen vergehen so in der Regel eineinhalb Tage. Eine Geduldsprobe.

Den Ofen kann man erst öffnen, wenn er auf ca 70°C heruntergekühlt ist, sonst könnten die Glasuren, aber auch die ganzen Werkstücke durch den Temperaturschock aufreissen. Holt man die fertig glasierten Sachen aus dem Ofen, knistern sie oft noch den ganzen Tag. Das Material arbeitet noch und gewöhnt sich an die neue Temperatur.